Mit “Ärger” hat der Rostocker Rapper Rekone eine treffende Beschreibung für sein am 03.04 erschienenes Debütalbum gefunden: Ärger mit der Welt, Ärger mit sich selbst, seiner Vergangenheit, Ärger mit engen und mit fremden Menschen. Aber es handelt sich nicht um eine stumpfe Wut-Erzählung, sondern um die eloquent erzählte Reise durch die scharfsinnige, humorvolle und düstere Gedankenwelt von Rekone, in der er sich neben eigenen Abgründen auch schweren Perspektivwechseln stellt.
Rekone - Ärger (Album, 03.04.2026): https://shrt.audiolith.net/al495

Produziert wurde das Debütalbum von Bryck, der bereits für Waving The Guns Beats geliefert hat, aber auch für Rekones Vorgänger-EP “Ad Absurdum”. Neben seinen ikonischen Gitarrenriffs, gibt es technoide bis Post-Punk-lastige Beats von Samplemeyer Beats, melancholisch dystopische Sounds von Finna, Boom Bap mit Dubstep-Elementen von Knietzsch, verträumte und zackige Battle-Rap-Beats von marvbeats und U.N.O. ,sowie Analoges vom Producer Dreamteam Tombs Beats und DJ Flexscheibe.
Wer das Album gehört hat, will nach dem melancholischen Outro Rekone hinter die Bühne folgen und ihn überreden, weiterzumachen. Er beherrscht das selten gehörte Handwerk eines richtig guten Geschichtenerzählers, der sich unermüdlich durch das Labyrinth kämpft, in dem wir alle stecken.
